+41 43 534 00 69
Seite wählen

oder, warum Ungeduld keine Schwäche ist, sondern ein Frequenz-Problem.

Der Halm, die Hand und ich

Ich stehe zu mir und oute mich, dies gleich als Intro.
Ich bin ungeduldig. Akut ungeduldig und dies so richtig mit allem Drum und Dran undgeduldig.

Inbox-Refresh alle drei Minuten, also ein richtiger F5-Tasten-Drücker-Junky.
Gedankenkarussell, weil eine Mail seit vier Tagen unbeantwortet ist.
Innerliches Augenrollen, wenn jemand zum dritten Mal sagt: «Wir schauen uns das nächste Woche an.»

Und dann, an einem ganz normalen Montagmorgen, schiesst mir dieses Sprichwort durch den Kopf:

«Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.»

Ein Klugscheisser-Spruch, dachte ich zuerst. So einer, den dir Leute mit sanfter Stimme zuschieben, während du innerlich bereits drei Szenarien durchspielst, was alles schiefgehen könnte, wenn die Rückmeldung nicht bis morgen kommt.

Doch dann blieb der Satz hängen.
Nicht weil er so weise klingt, sondern weil er eine unbequeme Wahrheit enthält:

Wer am Gras zieht, hat keine Geduld.
Aber wer am Gras zieht, hat auch einen Grund dafür.

Und genau dieser Grund ist es wert, genauer betrachtet zu werden.

Denn Ungeduld kommt nicht aus dem Nichts. Ungeduld kommt nicht, wenn dir etwas egal ist.
Sie meldet sich genau dort, wo du brennst.
Sie meldet sich genau dort, wo du siehst, was möglich wäre und gleichzeitig spürst, dass die Welt ihr eigenes Tempo hat.

Das ist im Kern ein Wahrnehmungsvorsprung, der schmerzt.

Diesen Schmerz kenne ich. Seit über 30 Jahren und ich habe gelernt, dass er nicht verschwinden muss, aber er darf sich verwandeln.


140 BPM in einer Polka-Welt

Stell dir vor, du stehst an einem Rave. Der Beat ist progressiv, die Bässe tief, die Melodien verführerisch, vielleicht angereichert mit engelhaften Vocals, die dich in eine andere Sphäre tragen. Dein Körper bewegt sich bei 140 BPM. Du spürst den Drop, bevor er kommt. Du bist im Flow.

Und dann, dann schaust du dich um. Um dich herum tanzen zwar alle, aber nicht zu deinem Beat. Links wippt jemand einen gemütlichen Bauerntanz. Rechts wackelt jemand eine Bachata, bei der höchstens der Hintern Energie zeigt. Und geradeaus? Da läuft eine Polka. Nett. Gemütlich. Aber definitiv nicht 140 BPM. Also wie an einer «Silent-Party». 🤔

Willkommen in meiner Realität. Und, wenn du ehrlich bist, vielleicht auch in deiner.

Dieses Bild ist mehr als eine Metapher.
Dieses Bild beschreibt einen Zustand, den jeder kennt, der schneller denkt, weiter plant und früher sieht als sein Umfeld.

Du hörst die Melodie des fertigen Projekts, während andere noch die Aufgabenstellung lesen.
Du siehst das Ergebnis, während andere noch diskutieren, ob man überhaupt anfangen soll.

Das klingt arrogant?
Ist es nicht. Es ist anstrengend, denn der eigene Beat lässt sich nicht runterdrehen.
Das ist kein Lautstärkeregler, diese Taktfrequenz ist dein Betriebssystem. Sie war schon da, als du deinen ersten Projektplan geschrieben hast. Sie ist der Grund, warum du Dinge vorantreibst, während andere noch abwägen und endlos schnurräd (schwatzen).

Hier liegt jedoch auch die Falle:

Die Welt ist (leider) kein Rave.
Die Welt ist ein Open-Air-Festival mit zwanzig Bühnen … und auf den meisten läuft Schlager.

Deine Mails landen bei Leuten, die auf einer anderen Bühne tanzen.
Deine Impulse treffen auf Organisationen, die im Viervierteltakt budgetieren.
Deine Energie prallt auf Entscheidungsprozesse, die so agil sind wie ein Gemeinderat bei der Budgetdebatte. 🤨

Und was passiert, wenn dein 140-BPM-Herz in einer 80-BPM-Welt schlägt?
Du wirst ungeduldig. Dies bestimmt nicht weil du ein Problem hast, sondern weil du ein Frequenz-Mismatch erlebst. Und das, ja das ist ein himmelweiter Unterschied.


Der Raum, den Viktor Frankl uns geschenkt hat

«Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum.
In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion.
In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit.»
Viktor E. Frankl

Viktor Frankl hat Auschwitz überlebt. Er hat aus der dunkelsten menschlichen Erfahrung eine ganze Therapierichtung geboren, nämlich die Logotherapie, die Sinnlehre. Wenn jemand über den Raum zwischen Reiz und Reaktion sprechen darf, dann er.

Just dieser Raum ist auch unser Raum als Ungeduldige.
Allerdings liegt bei uns der Raum nicht zwischen Reiz und Reaktion, sondern zwischen Aktion und Reaktion.

Zwischen der versendeten Mail und der Antwort.
Zwischen dem gesetzten Impuls und dem Rückfluss.
Zwischen dem Samen, den du gelegt hast, und dem Moment, in dem der erste Halm sichtbar wird.

Was machst du in diesem Raum?
DAS ist die entscheidende Frage!

Ich verrate dir, was ich früher gemacht habe …. F5 drücken.
Mehrmals pro Minute. Posteingang, LinkedIn, Threema oder wer das Ding hat, WhatsApp.
Refresh, Refresh, Refresh. Als könnte ich die Antwort herbeizwingen, indem ich den Briefkasten öfter kontrolliere.
Es war, als würde ich am Gras ziehen und mich wundern, warum der Halm abgeknickt in meiner Hand liegt.

Heute ist dieser Raum anders gefüllt. Breiter UND Bewusster.
Wo früher Millisekunden waren, sind heute Wochen. Nicht weil ich meine Ungeduld besiegt hätte, sondern weil ich gelernt habe, den Raum zu gestalten statt ihn zu überbrücken.

Statt F5 zu drücken, arbeite ich am nächsten Projekt.
Statt innerlich Szenarien zu bauen, baue ich Kooperationsideen.
Statt die Stille als Fehler zu interpretieren, nutze ich sie als Werkstatt.

Und, wenn nach zwei, drei Wochen keine Antwort kommt?
Dann melde ich mich mit einem charmanten «Äscüsi». Dies nicht als Vorwurf, sondern als Brücke.

Das ist keine Erleuchtung.
Das ist Training. Jeden Tag. Und ja, es darf auch mal schiefgehen, wir sind ja Menschen und keine Cyborgs. 😉


Drei Tiere in einem Fell & die versteckten Gesichter der Ungeduld

Hier wird es spannend, denn was wir pauschal Ungeduld nennen, ist in Wahrheit ein Sammelsurium aus mindestens drei komplett verschiedenen Phänomenen, die sich als ein einziges Gefühl tarnen.

Tier Nummer 1: Der stille Kontrollverlust

Mails, die nicht ankommen.
Nachrichten, die im Spam-Ordner verschwinden.

Du sendest eine Offerte, legst Herzblut rein und auf der anderen Seite … Vakuum.
Du weisst nicht einmal, ob deine Botschaft überhaupt existiert auf der Gegenseite.

Das ist kein Mindset-Problem.
Das ist ein Infrastruktur-Problem mit psychologischen Nebenwirkungen.
Es ist, als würdest du jemandem zurufen und nicht wissen, ob der Schall überhaupt ankommt.

Natürlich macht das unruhig.
Natürlich erzeugt das Ungeduld.

Aber die Lösung liegt nicht im Atmen, sie liegt im technischen Absichern und im charmanten Nachfassen, das die Not zur Tugend macht.

Tier Nummer 2: Der Urgency-Boomerang 🪃

Das ist mein persönlicher Favorit und gleichzeitig der grösste Frusttreiber.

Das Muster geht so:
Du planst voraus.
Du setzt Impulse.
Du gibst Vorlauf als geborener Grosszügiger.

Und die Gegenseite?
Lässt es liegen. Wochen, manchmal Monate.
Und dann, plötzlich, wird es denen dringend.

Und dann sollst du liefern. Rucki-Zucki-Zacki-Zacki, als wäre es dein Versäumnis.

Das ist kein Gedulds-Defizit.
Das ist eine berechtigte Frustration über ein Machtgefälle in der Zeithoheit.

Dein Gegenüber hält die Uhr an und du trägst die Konsequenz.
Dieses Muster zu erkennen, ist der erste Schritt. Es aktiv umzudrehen, ist der zweite.

Wie fragst du?
Indem du beim Impuls-Setzen eine klare Erwartung mitlieferst.
Nicht als Drohung, sondern als Rahmen.

«Rückmeldung bis Freitag wäre ideal — danach plane ich um.»

Ein Satz, der alles verändert. Plötzlich hat die Stille ein Verfallsdatum und plötzlich liegt die Dringlichkeit nicht mehr nur bei dir.

Ich habe dieses Prinzip von einem Unternehmer übernommen, der seine Reaktionsfristen bei Offerten flexibel gestaltet.
Je nach Auftragslage verlängert oder verkürzt er die Frist für den nächsten Schritt. Dies gar bis auf maximal fünf Tage.

Das ist keine Manipulation. Das ist Selbstachtung in Zeitform.

Tier Nummer 3: Das Frequenz-Mismatch

Hier schliesst sich der Kreis zu unserem Rave. 🪩
Dein Gehirn läuft auf Hochfrequenz. Es erkennt Muster schneller, zieht Verbindungen früher, sieht Lösungen, die andere noch nicht sehen.

Und wenn die Antwort ausbleibt, sendet dein System Alarmsignale wie: «Da passiert nichts! Eingreifen! Nachfassen!»
Das ist kein rationales Urteil. Das ist dein 140-BPM-Gehirn, das Stille als Fehler interpretiert.

Die Lösung?
Nicht das Verlangsamen deines Beats, sondern das Gestalten der Pause zwischen den Drops.


AKV – die drei Buchstaben, die de(i)n(en) Boden düngen

Im BWL-Studium gab es einen Dreiklang, der in jeder Vorlesung aufblitzte: Aufgabe, Kompetenz, Verantwortung.

Drei Buchstaben. In jedem Lehrbuch, auf jeder Folie. So oft gehört, dass sie fast unsichtbar werden.

Aber hier kommt die Überraschung.
Diese drei Buchstaben sind nicht nur ein Management-Tool.
Diese drei Buchstaben sind der Schlüssel zum Verständnis, warum Ungeduld entsteht und wie sie sich in produktive Energie verwandeln lässt.

Denk mal darüber nach … wenn du die Aufgabe klar siehst, die Kompetenz dafür hast und die Verantwortung übernimmst, dann flutschts. Dann ist Ungeduld produktive Energie, die Ergebnisse liefert und dann sind deine 140 BPM genau richtig.

Aber was passiert, wenn ein Element fehlt?
Typischerweise die Kompetenz. Nicht deine persönliche, sondern die delegierte.
Jemand mikromanagt.
Jemand hält Informationen zurück.
Jemand reagiert nicht auf deine Anfrage nach den nötigen Werkzeugen.

Dann stockt der AKV-Kreislauf und
genau das nimmst du als Ungeduld wahr.

In Wahrheit ist es kein Gedulds-Defizit bei dir. Es ist ein AKV-Defizit beim Gegenüber.
Denn du kannst nicht geradestehen für etwas, wofür dir die Werkzeuge fehlen und du kannst nicht in 140 BPM wirken, wenn jemand den Stecker gezogen hat.

Die Konsequenz?
Fordere ein, was du brauchst. Klar, direkt, ohne Umschweife.
Dies nicht aus Ungeduld, sondern aus der Erkenntnis, dass gute Arbeit nur möglich ist, wenn der AKV-Kreislauf geschlossen ist.

Gib mir die Werkzeuge,
gib mir die Kompetenzen und ich stehe gerade für das Ergebnis.

Das ist kein forderndes Ego, das ist professionelle Klarheit.


Der Spiegel oder, wenn der Arzt die gleiche Krankheit hat

Jetzt kommt der Teil, der mich am meisten beschäftigt.
Denn ich arbeite seit Jahren daran, brachliegende und schwer realisierbare Projekte für KMUs, Vereine, Gemeinden und Verbände vorwärtszubringen.
Projekte, die steckengeblieben sind, die auf dem Pendenzenstapel liegen wie der schiefe Turm von Pisa. Er stürzt nicht ein, aber stabil ist das auch nicht.

Und rate mal, was ich bei meinen Kunden immer wieder sehe? Genau dasselbe Muster.
Projekte, die liegenbleiben, bis es brennt.
Entscheidungen, die verschoben werden, weil das Operative alles auffrisst.
Teams, die überlastet sind und deshalb nicht die Energie haben, das Wichtige vom Dringenden zu trennen.

Meine Kunden sind nicht faul und sind bestimmt nicht desinteressiert.
Meine KUnden sind überlastet, und überlastete Menschen reagieren nicht auf Impulse, sie reagieren auf Druck.
Und wenn der Druck kommt, muss es plötzlich schnell gehen. Eben wieder der Urgency-Boomerang.

Als mir diese Parallele bewusst wurde, dass ich bei meinen Kunden exakt das entblocke, womit ich selber kämpfe, da hatte ich einen Moment, der irgendwo zwischen Demut und Schmunzeln lag.

Der Arzt hat die gleiche Krankheit und
vielleicht ist genau das der Grund, warum er die Symptome so schnell erkennt.

Denn wer die Ungeduld kennt, wer das Frequenz-Mismatch am eigenen Leib spürt, der sieht es auch bei anderen sofort.
Und – die Lösung liegt kaum im Warten – die Lösung liegt vielmehr im klugen Handeln in der Stille.


Den Boden düngen statt am Halm ziehen – 7 Gedanken für Ungeduldige

Also, was tun?
Hier sind sieben Gedanken, die bei mir wirken.
Nicht als Rezept, sondern als Werkzeuge, die du in deinen eigenen Werkzeugkasten legen und bei Bedarf nutzen darfst.

1. Unterscheide deine Ungeduld
Frag dich bei jedem Unruhemoment … ist das produktive Energie, die mich antreibt oder ist das der Energiefresser, der an Dingen nagt, die ich nicht kontrolliere? Die erste darfst du feiern. Die zweite darfst du umleiten.

2. Gestalte den Frankl’schen Raum
Die Stille zwischen Aktion und Reaktion ist kein Vakuum, sie ist eine Werkstatt. Füll sie mit dem nächsten Projekt, mit Kooperationsideen, mit kreativer Arbeit. Nicht als Ablenkung, vielmehr als bewusste Wahl.

3. Setze Verfallsdaten auf die Stille
Wenn du einen Impuls setzt, liefer die Erwartung mit.
«Bis wann hätte ich gerne Rückmeldung — danach plane ich um.»
Nicht aggressiv, aber klar und bestimmt.
Du kontrollierst so die Taktung, nicht das Gegenüber.

4. Prüfe den AKV-Kreislauf
Wenn Ungeduld aufkommt, frag dich:
«Habe ich alles, was ich brauche? Aufgabe klar? Kompetenz vorhanden? Verantwortung übertragen?»
Wenn nein, fordere ein, was fehlt. Klar und direkt. Das ist keine Ungeduld, das ist operative Hygiene.

5. Akzeptiere das Frequenz-Mismatch
Dein Beat ist dein Beat. Du musst ihn nicht runterdrehen, aber du musst auch nicht erwarten, dass die Welt ihn mitgeht.
Die Kunst liegt im Arrangieren. Deinen Rhythmus spielen, während du den Takt der anderen respektierst.
Wie ein DJ, der weiss, wann er das Tempo anhebt und wann er die Crowd erst abholen muss.

6. Mach die Not zur Tugend
Die Mail kam nicht an? Nutze den Follow-up als Beziehungspflege.
Die Antwort bleibt aus? Nutze die Pause für einen kreativen Impuls.

Jede scheinbare Blockade ist eine Einladung, anders zu denken.

7. Sei ehrlich über deinen Fortschritt
Vom F5-Reflex zum bewussten «Äscüsi» nach drei Wochen, das ist kein kleiner Schritt. Das ist eine Transformation.
Feiere das. Nicht laut, aber bewusst.
Denn wer den Frankl’schen Raum vergrössert hat, der hat mehr geschafft, als die meisten ahnen.


Das Gras, der Boden und die Geduld, die keine sein muss

Am Ende kommt alles auf ein Bild zurück … Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
Das stimmt, es kann höchstens brechen.

Aber was, wenn das Sprichwort die falsche Frage stellt?
Denn es geht nicht darum, ob du schnell oder langsam bist.
Es geht darum, was du tust, während das Gras wächst.

Düngst du den Boden oder zerquetschst du den Halm?
Baust du in der Stille oder erträgst du sie nur?
Gestaltest du den Raum oder wartest du bloss?

Ich bin kein Guru.
Ich bin ein Betroffener, der gelernt hat, seine 140 BPM nicht als Fehler zu sehen, sondern als Antrieb.
Ich bin ein Betroffener der gelernt hat, dass Ungeduld kein Manko ist, sondern ein Frequenz-Problem, und dass die Lösung nicht im Verlangsamen liegt, sondern im klugen Arrangieren.

Denn am Ende ist die spannendste Frage nicht, ob das Gras schnell genug wächst, sondern ob der Boden gut genug ist, damit es wachsen kann.

Und dafür, ja dafür lohnt es sich, die Hände vom Halm zu nehmen und sie in die Erde zu stecken.

La vita è bella! 😎
Herzlichst, dein/euer Maurizio, Metaformist bei tondolo.ONE

In eigener Sache und allenfalls für dich

Dein Projekt liegt auf dem Pendenzenstapel?
Du siehst den Wald vor lauter Polka nicht mehr?

Dann lass uns reden.
Ich bringe den Beat mit und du die Vision.
Gemeinsam machen wir aus dem schiefen Turm wieder ein Fundament.

tondolo.ONE — Projekte entblocken. Strukturen beleben. Zukunft gestalten.

www.tondolo.one |

PS:
Solltest du mit mir auf SoMe-LinkedIn darüber philosophieren wollen, dann klicke auf den Link hier rechts, dann landest du dort auf den entsprechenden Beitrag in homöopathisch tiefdosierter Form: https://www.linkedin.com/pulse/das-gras-w%25C3%25A4chst-nicht-schneller-wenn-man-daran-zieht-maurizio-tondolo-h8gke