Warum binäres Denken keine Stärke mehr ist, und weshalb Würde heute in den Grauzonen beginnt.
Binär war gestern
Es gibt sie, diese Menschen, die leben wie ein Lichtschalter … klick – an; klick – aus.
Eben noch «Freund», jetzt «Feind».
Eben noch «Teil der Crew», jetzt «über Bord».
Eben noch «Partner», jetzt «Fremder».
Eben noch «geschätzt», jetzt «persona non grata».
Und das geht oft nicht einmal langsam, nicht einmal würdevoll, nicht einmal mit einem menschlichen Nachhall, sondern so, als hätte jemand im Kopf eine Funktionstaste gedrückt namels «delete».
Man kann darüber den Kopf schütteln, unbeeindruckt die Schultern heben oder beides. Aber vor allem kann man, und vielleicht sollte man auch, einen Moment innehalten und sich fragen, was da eigentlich passiert. Denn … diese Binärität ist nicht nur ein persönlicher Spleen einzelner Zeitgenossen, diese Binärität ist eine kulturelle Angewohnheit. Wohl auch ein Reflex, eine Abkürzung, die sich als Lebensstil tarnt.
Wir sind umgeben von einfachen, allseitsbekannten Gegensätzen wie Tag und Nacht, oben und unten, Sommer und Winter, Nord und Süd. Unser Gehirn liebt einfache Kontraste, weil Kontraste Orientierung geben. Nur … wir Menschen sind keine Jahreszeiten. Beziehungen sind keine Himmelsrichtungen und Begegnungen sind erst recht keine «Statusmeldungen», die man aktualisiert oder löscht. Und doch tun wir häufig so, als wären sie es.
Vielleicht, weil die Gegenwart Druck macht resp. weil alles schnell ist, laut, überfüllt. Weil die Welt ein Dauer-Feed geworden ist, ein endloses «Jetzt», das keine Geduld mehr kennt für Zwischentöne.
Binäres Denken ist in diesem Sinn ein Sparprogramm.
Es reduziert Komplexität, indem es sie nicht mehr anschaut.
Just hier beginnt die eigentliche Pointe:
Binäres Denken ist kein Zeichen von Stärke, sondern von Überforderung.
Es ist nicht die Klarheit des Weisen, sondern die Entlastung des Erschöpften. Wer alles in «für mich» und «gegen mich» sortiert, muss sich nicht mehr mit Ambivalenz herumärgern.
Wer Menschen in «loyal» und «illoyal» einteilt, muss sich nicht mehr fragen, ob Loyalität manchmal auch einfach nur Angst vor Veränderung ist. Wer nach einer Kündigung jemanden innerlich begräbt, kann so tun, als wäre da nie etwas gewesen und muss nichts verarbeiten.
Es ist eine brutale Bequemlichkeit, so wie der Volksmund sagt: «Aus den Augen, aus dem Sinn.». Und noch mehr … gar aus dem Gedankenfeld verbannt. Wie ein Kontakt, den man nicht bloss blockiert, sondern gleich löscht, als ob Erinnerung eine App wäre und nicht ein Teil des Menschseins.
Dabei ist das Leben, wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, nicht schwarz-weiss, es ist nicht einmal «50 Shades». Das Leben ist ein Farbverlauf, ein Spektrum und manchmal ein wilder Mix, der sich nicht sauber benennen lässt, aber dennoch wahr ist.
Nähe trotz Differenz, Wertschätzung trotz Abschied, Verbundenheit trotz Distanz.
Wir verlieren etwas, wenn wir das nicht mehr aushalten. Wir verlieren die Fähigkeit zur Reife und wir verlieren, subtil aber nachhaltig, unsere eigene Würde. Denn wer Menschen nur in «nützlich» und «störend» denkt, beginnt irgendwann auch sich selbst so zu behandeln.
Das klingt dramatisch, ich weiss und bin mir dessen voll bewusst. Dennoch ist es alltäglich. Man sieht es in Freundeskreisen, in Firmen, in Service-Clubs, in Vereinen, in Familien, in Ländern. Sobald jemand nicht mehr ins Schema passt, wird er nicht nur verabschiedet, sondern entwertet mit «Er gehört nicht mehr dazu.» Mit diesem Satz wird häufig mehr erledigt als Zugehörigkeit … es wird Geschichte ausgelöscht.
Was für Seelen agieren so? Einige Gedanken dazu…..
- Unsichere Seelen:
Wer innerlich wenig Halt hat, braucht klare Aussenlinien. Kündigung wird dann zu Verrat, Meinungsverschiedenheit zu Angriff. Unsicherheit hat diese merkwürdige Eigenart, dass sie sich gerne als Überzeugung verkleidet. Je weniger jemand sich selbst trägt, desto fester hält er an Kategorien fest. Das hat nicht selten etwas Panisches und es ist dazu tragisch, weil es nicht als Panik daherkommt, sondern als «Prinzip». Wer sehr prinzipientreu wirkt, verteidigt manchmal einfach nur … seine Angst. - Identitätsabhängige Seelen:
Wenn Zugehörigkeit (Firma, Nation, Club, Freundeskreis) Teil der eigenen Identität ist (vielleicht gar die Einzige), wird jeder Austritt als persönliche Kränkung erlebt.
Wer geht, stellt nicht nur sich um, sondern auch die innere Ordnung der Bleibenden. Statt zu sagen: «Es macht mich traurig», sagt man: «So jemanden brauchen wir nicht.» Das ist einfacher, härter und weniger wahr. - Unverarbeitete Trennungserfahrungen:
«Aus den Augen, aus dem Sinn» ist oft ein Schutzmechanismus. Wer verschwindet, könnte schmerzen verursachen, also wird er innerlich ausgelöscht. Das ist nicht immer böse, manchmal ist es schlicht ein fehlendes Werkzeug. Wie hält man Abschied aus, ohne abzustumpfen? Wie würdigt man, ohne festzuhalten? Wer das nie gelernt hat, entscheidet sich für die Grobmotorik, nämlich dem abschneiden. - Machtgeprägte Seelen:
In manchen Systemen ist Loyalität wichtiger als Beziehung. Wer geht, verliert automatisch seinen Wert. Nicht, weil der Mensch plötzlich schlechter wäre, sondern weil er nicht mehr verfügbar ist. Wer so sozialisiert ist, verwechselt Nähe mit Kontrolle und Kontrolle mit Sicherheit. Das ist nicht nur in «grossen» Machtgebilden so, sondern auch im Kleinen, so z.B. im Team, im Freundeskreis, in Partnerschaften. Überall dort, wo Beziehung als Besitz gedacht wird.
Man könnte an dieser Stelle noch ergänzen, dass diese Menschen in Tempo leben statt in Tiefe. Menschen, die sich ihre Identität aus Rechthaben bauen. Menschen, die Konflikt nur als Sieg oder Niederlage kennen, nicht als Entwicklung. Doch im Kern geht es um dasselbe, Binäres Denken ist oft der Versuch, die innere Unruhe zu beruhigen, indem man die Aussenwelt vereinfacht.
Dennoch bleibt eine Frage, die man nicht umgehen sollte … wenn Binärität eine Überforderung ist, woran scheitert es konkret?
Die Antwort ist unbequem und gleichzeitig befreiend, es scheitert selten an der Welt, es scheitert häufig an einem selbst.
Der fehlende Dreischritt
Es gibt diesen alten, fast schon schulbuchhaften Dreischritt namens «These … Antithese … Synthese». Eine Behauptung, ein Gegenpol und dann etwas Drittes, das nicht einfach ein Kompromiss ist, sondern eine neue Qualität, nämlich eine Erkenntnis, die beide Seiten ernst nimmt und weiterführt.
Das ist nicht nur Philosophie, das ist ein vielmehr Lebenswerkzeug. Denn Beziehungen, Meinungen, Konflikte, Abschiede sind alles Menschliche funktioniert, wenn überhaupt, in genau diesem Rhythmus.
- These: So sehe ich es.
- Antithese: So könnte man es auch sehen.
- Synthese: Was entsteht, wenn ich beides halte?
Die meisten binären Situationen im Leben sind in Wahrheit nicht binär, sie sind schlicht und einfach unvollendet. Man ist noch mitten im Prozess, aber man will bereits ein Urteil. Man hat eine Emotion, aber man will schon eine Kategorie. Man spürt eine Irritation, aber statt sie zu befragen, etikettiert man den Menschen und schubladisiert ihn sogleich.
Genau hier liegt der Kern … der Dreischritt verlangt Zeit, Mut und eine Fähigkeit, die selten geworden ist und doch die Basis jeder Reife bildet. Es ist die innere Bereitschaft, sich selbst auszuhalten.
Wer sich selbst nicht aushält, hält auch den anderen nicht aus. Wer die eigenen Widersprüche nicht erträgt, wird die Widersprüche der Welt bestrafen und wer sich nicht traut, in sich hinein zu lauschen, wird im Aussen nach «klaren» Antworten gieren … notfalls mit Gewalt.
Das klingt hart, ja, aber schau hin:
Binäre Menschen überspringen oft den Moment, in dem man bei sich selbst ankommt.
Sie fragen nicht, «Was genau passiert gerade in mir?», sie fragen stattdessen «Wer ist schuld?» oder «Zu welcher Gruppe gehört der andere?» oder «Ist er noch ‚mit mir’»?
Was fehlt ist nicht Intelligenz. Was fehlt ist die Bereitschaft, im eigenen Inneren zu wohnen, statt nur darin zu übernachten.
Jetzt kommt der entscheidender Zusatz mit dem eigenen Gefühl. Das Gefühl ist nicht sentimental, es ist nicht «weich». Es ist vielmehr ein Orientierungsorgan das zeigt, ob etwas stimmig ist, ob etwas verletzt, ob etwas wahr ist. Dies manchmal weit bevor der Verstand nachkommt.
Binäre Subjekte fragen zu selten: Wie fühle ich mich dabei? Was bewirke ich gerade? Was macht das mit mir und mit dem anderen?
Sie fragen stattdessen: Bin ich im Recht? Bin ich noch «dabei»? Ist der andere noch «brauchbar» und für mich nützlich?
Just weil Gefühle selten in «0» oder «1» daher kommen, werden sie gemieden. Gefühle sind mehrdeutig, widersprüchlich und sie verlangen Geduld. Genau das, was Binärität nicht kennt.
Hier passt ein kleiner Alltags-Beobachter-Humor, der mehr ist als Humor. Man sagt umgangssprachlich «hinter den Herd stehen». Das ist offensichtlich Unsinn, da hat es ja gar keinen Platz. Man steht vor dem Herd, sonst kocht man nicht, sondern kommentiert nur. Trotzdem sagt man «hinter den Herd», weil man es so gelernt hat. Es ist ein Satz, der weitergetragen wird, obwohl er keinen Realitätskontakt hat.
Das ist Binärität in Miniatur. Man übernimmt Formeln, statt zu prüfen. Man wiederholt Muster, statt zu fühlen. Man lebt in Worten, statt in Wahrheit.
Wenn wir schon bei Wahrheitstests sind … es heisst im Volksmund, man erkenne den wahren Menschen, wenn man ihm Macht gibt. Das stimmt ZU oft. Macht zeigt, wie jemand handelt, wenn er dominieren darf. Aber es gibt einen zweiten Test, der ebenso entlarvend ist.
Willst du dein Gegenüber erleben, ob es dich lediglich als Beziehung nutzt oder wahre Begegnung würdigt, dann entziehe dich ihm. Nicht als Spiel, nicht als Strafe, sondern als Probe auf Echtheit.
Denn Entzug zeigt, wie jemand handelt, wenn er nicht mehr verfügen kann. Wenn du nicht mehr «nahe» bist. Wenn du nicht mehr verfügbar und auf Abruf bist. Wenn du nicht mehr die Rolle spielst, die der andere gewohnt war.
Dann passiert oft eines von vier Dingen:
- Instrumentalisierung wird sichtbar:
Wer dich nur «brauchte», verliert plötzlich Interesse. Nicht aus Bosheit, sondern weil der Zweck entfällt. Dein Wert ist zerfallen. - Beziehung wird eingefordert:
Druck ersetzt Nähe und Schuld ersetzt Gespräch. («Nach allem, was wir hatten …») Man merkt, dass esweniger um dich ging als um Zugriff. - Begegnung bleibt bestehen:
Dies leiser vielleicht, freier und ohne Anspruch, aber weiterhin respektvoll. Diese Menschen sind selten und daher kostbar. - Binäre Abwertung setzt ein:
Aus Nähe wird Abbruch und aus Verbundenheit wird Schweigen. Aus «wir» wird «du warst nie wirklich…». Es ist die finale Entwertung, damit man nichts fühlen muss.
Genau damit sind wir beim Unterschied, der im Essay nicht fehlen darf, weil er wie ein Spiegel wirkt:
Beziehungen kann man besitzen, definieren, beenden, kündigen.
Begegnungen kann man nur erinnern, würdigen oder … verlernen.
Wer Beziehungen verwaltet, fragt: Was bist du für mich?
Wer Begegnungen würdigt, fragt: Was war zwischen uns und was davon bleibt wahr und beständig?
Das ist kein romantischer Luxus, DAS ist WÜRDEARBEIT. Es ist die Entscheidung, Menschen nicht zu Zuständen zu degradieren, sondern sie als Geschichte zu achten.
Nicht jeder Mensch bleibt. Aber das, was wahr war, muss nicht ausgelöscht werden, nur weil es vorbei ist. Das ist eine der reifsten Formen von Abschied, nicht festhalten, nicht verleugnen sondern mit Dankbarkeit würdigen.
Just hier liegt ein Satz, der wie ein Schlussstein in einem Bogen trägt:
Wer dich nur in deiner Nähe erträgt, hat dich nie wirklich gesehen.
Das ist keine bittere Pointe, das ist vielmehr eine nüchterne Erkenntnis. Nähe, die nur funktioniert, solange du dich anpasst, ist keine Begegnung sondern Verwaltung.
Der Paradigmenwechsel
Vielleicht ist unsere Zeit so binär geworden, weil die Systeme, in denen wir uns bewegen, es lange waren. Die Computerwelt mit «Bit und Byte» ist das bekannteste Beispiel: 0 oder 1, an oder aus.
Es hat uns eine Ära beschert, die unglaublich effizient ist in Entscheidungen, in Prozessen, in Ja/Nein-Logik. Und diese Logik ist in unsere Köpfe gesickert mit schneller entscheiden, schneller bewerten, schneller zuordnen.
Nur … die Zukunft gehört einer anderen Logik und hier kommt ein Bild, das nicht nur metaphorisch, sondern fast schon kulturdiagnostisch ist:
Die Zukunft gehört dem Quantencomputing.
Dies nicht nur «50 Shades», sondern exponentiell viele Möglichkeiten. Überlagerung statt Ausschluss. Wahrscheinlichkeit statt scheinbarer Gewissheit. Kontext statt Etikett.
Quantenlogik ist nicht einfach «komplizierter». Sie ist anders und sie erlaubt, dass zwei Zustände gleichzeitig gültig sein können, bis eine Messung, eine Entscheidung, eine Interaktion die Sache festlegt. Das ist nicht nur Technik, das ist eine Einladung an das Denken, nicht alles sofort festnageln. Nicht jedes Gefühl sofort in ein Urteil verwandeln. Nicht jede Differenz sofort in ein Feindbild.
Der Paradigmenwechsel, der vor uns liegt, ist deshalb nicht nur technologisch. Er ist menschlich. Er betrifft unsere Art, Zugehörigkeit zu verstehen, Konflikt zu führen, Beziehungen zu halten und Abschiede zu gestalten.
Hier gehört der folgende Satz hin, der wie ein Warnschild und wie eine Befreiung zugleich wirkt:
Wer binär bleibt, ist für eine Welt gebaut, die es nicht mehr gibt.
Man kann das freundlich sagen, man kann es als Hinweis lesen oder als Einladung. Denn es ist nicht moralisch gemeint. Es ist schlicht eine Beobachtung. Wer in einer komplexen, vernetzten, schnell wandelnden Welt nur mit «entweder–oder» operiert, wird sich ständig verrennen. Nicht, weil die Welt falsch ist, sondern weil das Werkzeug schlicht und einfach nicht mehr passt.
Dazu ein weiteres metaphorisches Bild, das sich hervorragend eignet. Ein Bild, das nicht nur veranschaulichend übereugt, sondern innerlich schmunzeln lässt, weil es so absurd ist und doch so treffend:
Wer am Hafen auf das Boarding in einen Flieger wartet,
wartet nicht nur am falschen Ort, er wartet mit falscher Logik.
Wenn er dann auch noch verspätet ankommt, kann es passieren, dass das Kursschiff ebenfalls weg ist.
Die Tragik ist doppelt und das ist der Kern vieler binärer Lebenslagen:
Man verliert nicht, weil man ausgeschlossen wird,
man verpasst, weil man das Paradigma nicht wechselt.
Der Mensch, der im alten Denkmuster bleibt, interpretiert die neue Welt als unzuverlässig sowie als unklar. Als «nicht mehr wie früher» und er reagiert darauf nicht mit Anpassung, sondern mit Härte. Er wird strenger in seinen Kategorien, nicht weicher in seiner Wahrnehmung. Er baut Mauern, wo Brücken nötig wären.
Just hier ist der Hoffnungs-Keim: Der Paradigmenwechsel ist lernbar. Grauzonen sind trainierbar, ambivalenz ist eine Kompetenz und sie ist eine der wichtigsten Kompetenzen für ein würdiges 2026.
Denn die neue Welt verlangt keine Beliebigkeit. Sie verlangt nicht «alles ist egal». Die neue Welt verlangt etwas viel Anspruchsvolleres, nämlich die Differenzierungsfähigkeit.
Die Fähigkeit, mehr als einen Gedanken zu halten, ohne auseinanderzufallen. Die Fähigkeit, jemanden nicht zu entwerten, nur weil er sich entfernt. Die Fähigkeit, Nähe und Freiheit gleichzeitig zu denken.
Genau das ist der Moment, in dem sich der Kreis schliesst:
Binäres Denken ist Überforderung, ja.
Grauzonen sind hingegen nicht Chaos, sie sind vielmehr Reife.
Resumé für 2026 … Würde in den Grauzonen
Wenn du dieses Jahr, oder vielmehr dieses Quartal des 21. Jahrhunderts, mit etwas beginnen willst, das nicht sofort vergeht, dann beginne hier:
- Halte Ambivalenz aus. Nicht als intellektuelle Übung, sondern als Respekt vor der Realität. Menschen sind widersprüchlich. Du bist es auch. Ambivalenz ist kein Makel, Ambivalenz ist vielmehr Lebendigkeit.
- Lass Beziehungen offen, statt sie zu entsorgen. Nicht jeder bleibt, nicht alles passt. Aber nicht alles, was endet, muss entwertet werden. Würde zeigt sich im Abschied.
- Würdige Begegnungen, auch wenn der Status sich ändert. Ein Mensch ist nicht nur «aktuell». Er ist auch Erinnerung. Er ist Wirkung. Er ist Geschichte. Wenn du das verleugnest, verlierst du einen Teil deiner eigenen Menschlichkeit und deiner eigenen Geschichte.
Wenn du dich jetzt fragst, wie das praktisch geht, starte beim Dreischritt.
- These: Was denke ich?
- Antithese: Was könnte auch wahr sein?
- Synthese: Was fühle ich und was ergibt sich daraus?
Das Gefühl ist nicht der Gegner der Vernunft, es ist ihr Sensor. Es ist der Ort, an dem du merkst, ob du gerade aus Würde handelst oder aus Angst.
Wenn du Menschen begegnest, die binär bleiben wollen, dann musst du sie nicht bekämpfen, bekehren resp. missionieren. Du musst sie nicht entlarven, nicht mit gleicher Härte reagieren. Aber du darfst eines tun … du darfst dich selbst achten.
Denn am Ende ist es so schlicht, so still, so wahr:
Binär war gestern.
Heute und morgen sind mindestens «50 Shades» angesagt.
Vielleicht sogar die Quantenwelt. Nicht aus Böswilligkeit, sondern aus Respekt vor dir selbst.
Und falls du irgendwann spürst, dass jemand dich nur in deiner Nähe «erträgt», dann nimm das ernst. Nicht dramatisch ….. nur ernst und erinnere dich an diesen Satz:
Wer dich nur in deiner Nähe erträgt, hat dich nie wirklich gesehen.
In eigener Sache
Diese Gedankenreise darf sehr gern geteilt, diskutiert, weitergedacht werden.
DIESE Gedankenreise habe ich bewusst gekürzt, damit du Nemesis in dein Leben lassen kannst.
In dein Leben und für dein Leben.
Ich bin offen für Gespräche, Aufträge, Projekte – auch (oder gerade) in bewegten Zeiten wie wir sie aktuell durchleben.
Denn genau dann lohnt es sich, dich deines Wertes wieder bewusst zu werden und dein Umfeld weise zu wählen, um dich wieder mit gewonnener Kraft auf Augenhöhe dem respektvollen Miteinander zuzuwenden und ein Mensch des positiven Handelns in Freiheit zu werden.
Mit Haltung.
Mit Tiefe.
Mit Freude an erfrischend respektvollen Leben.
Weisst du was?
Ich brauche dich nicht, weil du leidest oder arbeitest für mich.
Ich liebe dich, weil du DU bist – selbst, wenn du nichts tust.
La vita è bella! 😎
Herzlichst aus Helvetien, dein/euer Maurizio.
PS:
Solltest du über dieses oder andere Themen meiner Artikel und Blogs sprechen, sinnieren, philosophieren wollen, «I’m your man». Melde dich sehr gerne, wie es bisher schon einige sehr wertvolle Menschen und Firmen taten, mit denen ich bereits schöne sowie wertbringende Aktionen und Veränderungen umsetzen durfte.
Dir gehöre der erste Schritt – wir schreiten dann zusammen voran. Versprochen. 😉
PPS:
Ein Weg, mit mir in Dialog zu treten ist, dass du diesen Bolg von mir auf LinkedIn kommentierst oder darüber mit mir in Kontakt trittst.
Wie dahin? Ganz einfach mit Klick auf den Link hier rechts: https://www.linkedin.com/pulse/jenseits-von-entweder-oder-maurizio-tondolo-nuyge